Remko Wärmepumpe vor einem modernen Einfamilienhaus mit Flachdach und Dachfenstern

Hybrid-Wärmepumpen Die flexible Heizlösung für Ihr Zuhause

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Die Entscheidung für eine neue Heizung gehört zu den wichtigsten Investitionen rund um Ihr Haus. Gleichzeitig ist sie heute komplizierter als noch vor ein paar Jahren: steigende Energiekosten, neue gesetzliche Anforderungen, Diskussionen rund um Gasheizungen, Wärmepumpen oder erneuerbare Energien.

Viele Hausbesitzer fragen sich deshalb: Welche Heiztechnik ist die beste? Tatsächlich müssen Sie nicht direkt Ihre gesamte Anlage tauschen, Sie können Ihr Bestandsheizsystem auch zunächst mit einer modernen, effizienten Wärmepumpe kombinieren.

Das Besondere daran: Die Regelung der Wärmepumpe nutzt automatisch immer die effizienteste Energiequelle, so können Sie flexibel und kostensparend heizen und sind deutlich weniger abhängig von einzelnen Energieträgern wie teuren fossilen Brennstoffen.

Porträt eines lächelnden Mannes mit Brille und weißem Hemd vor neutralem Hintergrund

Nils Quentmeier  
Produktmanager Neue Energien  

“Für viele Bestandsgebäude, Altbauten oder Häuser mit vorhandener Gas- oder Ölheizung ist eine Hybridheizung oft ein sinnvoller Weg in Richtung klimafreundliche Wärmeversorgung."

Nils Quentmeier  
Produktmanager Neue Energien  

“Für viele Bestandsgebäude, Altbauten oder Häuser mit vorhandener Gas- oder Ölheizung ist eine Hybridheizung oft ein sinnvoller Weg in Richtung klimafreundliche Wärmeversorgung."

Was ist eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybrid-Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger miteinander kombiniert. Das bedeutet, bei Ihnen zuhause ergänzt eine Wärmepumpe Ihre bestehende Gasheizung, Ölheizung oder Pelletheizung.

Die Wärmepumpe nutzt die kostenlose Wärmeenergie aus der Luft, um über einen Kältemittelkreislauf Ihr Heizwasser zu erhitzen. Nutzen Sie eine Wärmepumpe, greifen Sie zum Heizen also auf erneuerbare Energien zurück. Der zweite Wärmeerzeuger wird nur dann aktiv, wenn zusätzliche Heizleistung benötigt wird, beispielsweise

  • bei sehr niedrigen Außentemperaturen über einen längeren Zeitraum
  • bei hohem Wärmebedarf
  • bei kurzfristigen Spitzenlasten

Die intelligente Regelung der Hybrid-Wärmepumpe entscheidet automatisch, welcher Wärmeerzeuger gerade am effizientesten arbeitet. Das Ziel ist klar: Ihre Anlage soll möglichst viel Wärme über die Wärmepumpe erzeugen und nur dann auf fossile Brennstoffe zurückgreifen, wenn es wirklich nötig ist.

Schematische Darstellung einer Wärmepumpenanlage mit Außen- und Innenmodul, KWS 300 Speicher und Heizkreisen

Ist meine Heizung mit einer Wärmepumpe kombinierbar?

Tatsächlich lassen sich viele bestehende Heizsysteme relativ einfach mit einer Hybrid-Wärmepumpe kombinieren.

Typische Kombinationsmöglichkeiten sind beispielsweise:

Gas-Hybrid-Wärmepumpe

Die Kombination aus Wärmepumpe und Gasheizung gehört zu den häufigsten Varianten einer Hybridheizung, da in vielen Häusern bereits eine Gastherme oder ein Brennwertkessel vorhanden ist. Hier kann eine Wärmepumpe sinnvoll ergänzen.

Die Gasheizung springt nur ein, wenn der Wärmebedarf besonders hoch ist oder sehr niedrige Außentemperaturen herrschen.

Vorteile:

  • Verbrauch fossiler Brennstoffe wird reduziert
  • Heizkosten werden gesenkt
  • deutlich bessere Effizienz der gesamten Anlage

Gerade in Bestandsgebäuden oder im Altbau ist diese Lösung häufig ein sinnvoller Zwischenschritt auf dem Weg zu einer stärker klimafreundlichen Heizlösung, bevor die Gasheizung gegen eine Wärmepumpe getauscht wird.

Öl-Hybrid-Wärmepumpe

Auch eine vorhandene Ölheizung lässt sich häufig mit einer Wärmepumpe kombinieren. Dabei übernimmt die Wärmepumpe den Großteil der jährlichen Beheizung, während die Ölheizung nur bei sehr niedrigen Temperaturen oder bei besonders hoher Heizleistung aktiv wird.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • deutlich weniger Verbrauch von Öl
  • geringerer CO₂-Ausstoß
  • niedrigere Energiekosten

Gerade bei älteren Gebäuden, bei denen eine vollständige Umstellung auf eine reine Wärmepumpe schwierig wäre, kann eine Hybridlösung eine wirtschaftliche und praktikable Alternative sein.

Hybrid-Wärmepumpe und Pellets oder Holz

Die Kombination aus einer Holz- oder Pelletheizung und Wärmepumpe verbindet zwei erneuerbare Energieträger miteinander und somit die ideale Kombination für alle, die nicht mehr auf fossile Brennstoffe setzen möchten, aber bei eisigen Temperaturen auf Nummer sicher gehen wollen. Die Wärmepumpe sorgt in der Übergangszeit und an milden Wintertagen für warme Räume und heißes Wasser. Erst wenn es draußen richtig kalt wird oder bei Spitzenlasten, zündet der Scheitholz- oder Pelletkessel den Turbo.

Ihre Vorteile:

  • Klimaschutz, da Sie komplett mit erneuerbaren Energien heizen
  • umweltfreundlich und effizient
  • längere Lebensdauer Ihres Heizkessels, da er viel seltener starten muss und die Mechanik geschont wird
  • ideal für größere Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser oder Gebäude mit höherem Wärmebedarf, bei denen die Pelletheizung einspringen kann, ohne dass der Heizstab der Wärmepumpe alles abfangen muss

Hybrid-Wärmepumpe und Solarthermie

Wenn bereits eine Solarthermieanlage vorhanden ist, kann sie unter Umständen sinnvoll  mit einer Wärmepumpe kombiniert werden:

  • Die Solarthermie übernimmt dabei vor allem die Warmwasserbereitung und unterstützt in der Übergangszeit die Heizung.
  • Die Wärmepumpe ergänzt das System und deckt den restlichen Wärmebedarf effizient über die Umgebungsluft ab. Besonders in den sonnenarmen Monaten kann sie zuverlässig für Heizleistung und eine stabile Wärmeversorgung sorgen.

Wichtig ist hier vor allem eine saubere Abstimmung beider Systeme. Denn auch wenn Solarthermie kostenlos Wärme liefert, ersetzt sie oft Laufzeiten einer ohnehin effizienten Wärmepumpe und ihr Beitrag zur Raumheizung ist begrenzt und wetterabhängig. Daher ist eine passende Regelung und im Idealfall auch eine abgestimmte Speicherlösung angedacht, damit das Ganze wirtschaftlich arbeitet.

Die Vorteile:

  • hoher Anteil erneuerbarer Energien im Heizsystem
  • sehr klimafreundliche Heizlösung mit reduziertem CO₂-Ausstoß
  • sinnvoll kombinierbar mit Photovoltaik für noch mehr Effizienz
Familie im Pyjama trinkt auf dem Bett heiße Getränke
Hand tippt auf Remko Regelung Smart-Control Touch zur Steuerung von Wärmepumpen

Effizienz von Hybrid-Wärmepumpen: So arbeitet das System zu Ihrem Vorteil

Das Herzstück jeder Hybridheizung ist die intelligente Regelung. Sie prüft, welcher Wärmeerzeuger gerade am effizientesten arbeitet. Dafür überwacht sie permanent diese Daten:

  • Außentemperaturen
  • aktuellen Wärmebedarf
  • Stromverbrauch und Energiekosten
  • Leistung der Wärmepumpe

Diese Steuerung entscheidet dann beispielsweise,

  • dass die Wärmepumpe die Heizleistung bei milden Temperaturen übernimmt,
  • dass der Brennwertkessel bei Spitzenlasten unterstützt oder
  • über welchen Wärmeerzeuger die Warmwasserbereitung gerade am effizientesten erfolgt.

Das sorgt für einen optimalen Wirkungsgrad des gesamten Systems und reduziert langfristig Ihre Heizkosten und die Emissionen.

Remko Wärmepumpe im Garten neben einem Tisch mit zwei Personen

REMKO Hybrid-Wärmepumpen der Serie WKF

Ihre Vorteile mit einer REMKO Hybrid-Wärmepumpe der Serie WKF für unterschiedliche Leistungsbereiche

  • hohe Effizienz durch moderne Inverter-Technologie
  • flexibel zu kombinieren mit Gas, Öl, Pellets oder Solarthermie
  • zum Heizen, Kühlen und für Warmwasser
  • zuverlässige Heizleistung auch bei niedrigen Außentemperaturen dank zusatz
  • für Vorlauftemperaturen bis 60 °C
  • geeignet für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Altbauten
  • ideal in Kombination mit Photovoltaik

Wann ist eine Hybrid-Wärmepumpe sinnvoll?

Eine Hybrid-Wärmepumpe ist immer dann die ideale Lösung, wenn ein reiner Wärmepumpen-Betrieb technisch oder wirtschaftlich (noch) nicht effizient genug wäre. Das könnte in diesen Fällen zutreffen:

  • Ihre aktuelle Heizung ist alt:
    Ihr Gas- oder Ölkessel hat seine besten Jahre hinter sich und Sie müssen laut Gebäudeenergiegesetz beim Austausch auf 65 % erneuerbare Energien setzen, was eine Hybrid-Wärmepumpe erfüllen kann.
  • Ihre Heizung läuft noch, Sie möchten aber Kosten sparen:
    Sie haben noch einen funktionierenden Kessel und möchten diesen als Backup für extrem kalte Tage behalten, während die Wärmepumpe im restlichen Jahr die Kosten senkt.
  • Sie möchten nicht sofort kernsanieren:
    Sie möchten die Wärmewende einleiten, ohne sofort das ganze Dach zu dämmen oder alle Böden für eine Fußbodenheizung aufzureißen.
  • Hoher Wärmebedarf:
    Ihr Haus ist groß oder ein Mehrfamilienhaus, und Sie wünschen sich eine verlässliche Leistungsreserve für extreme Frosttage, ohne das gesamte Heizsystem sofort aufwendig sanieren zu müssen.
  • Lückenhafte Dämmung:
    Das Gebäude verliert in Spitzenzeiten zu viel Wärme, als dass eine Wärmepumpe allein wirtschaftlich arbeiten könnte.
  • Eigene Photovoltaikanlage:
    Sie haben bereits Solarstrom auf dem Dach oder planen eine Anlage – die Wärmepumpe kann diesen kostenlosen Strom nutzen, um Ihr Haus fast gratis zu heizen.

Hybrid-Wärmepumpe: Ja oder nein? 

Unsere erfahrenen REMKO Fachpartner können anhand der oben genannten Faktoren berechnen, ob eine Hybrid-Wärmepumpe für Ihr Haus sinnvoll ist. Setzen Sie sich für ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns in Verbindung, gemeinsam finden wir die passende Lösung für Sie!

REMKO Fachpartner finden

Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine pauschale Antwort gibt es darauf leider nicht, denn die Kosten einer Hybrid-Wärmepumpe hängen stark von deinem Gebäude und der geplanten Heizlösung ab. Entscheidend sind vor allem:

  • Größe des Gebäudes
  • der Wärmebedarf und die Dämmung Ihres Hauses
  • der vorhandene Wärmeerzeuger (z. B. Gasheizung oder Ölheizung)
  • die benötigte Heizleistung der Wärmepumpe
  • Aufwand und Umfang der Installation
  • zusätzliche Komponenten wie Speicher, Regelung oder eine Photovoltaikanlage

Anschaffungskosten einer Hybrid-Wärmepumpe

Bei einer Hybridlösung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen die typischen Anschaffungskosten inklusive Installation häufig im fünfstelligen Bereich.

Gerade für Bestandsgebäude, Altbauten oder Häuser mit bestehenden Heizkörpern ist eine Hybrid-Wärmepumpe daher oft eine wirtschaftliche Lösung, um den Anteil erneuerbarer Energien Schritt für Schritt zu erhöhen.

Porträt eines lächelnden Mannes mit Brille und weißem Hemd vor neutralem Hintergrund

Nils Quentmeier  
Produktmanager Neue Energien  

“Dadurch, dass bei einer Hybrid-Wärmepumpe die Komponenten des bestehenden Heizsystems bleiben und nicht alle Teile komplett ersetzt werden müssen, sind die Investitionskosten im Vergleich zu einer komplett neuen Heizungsanlage oft geringer."

Nils Quentmeier  
Produktmanager Neue Energien  

“Dadurch, dass bei einer Hybrid-Wärmepumpe die Komponenten des bestehenden Heizsystems bleiben und nicht alle Teile komplett ersetzt werden müssen, sind die Investitionskosten im Vergleich zu einer komplett neuen Heizungsanlage oft geringer."

Betriebskosten einer Hybrid-Wärmepumpe im Vergleich

Neben den Anschaffungskosten spielen natürlich auch die laufenden Betriebskosten eine große Rolle. Die Kosten zum Heizen setzen sich bei einer Hybridlösung aus zwei Bereichen zusammen:

  • Stromkosten Ihrer Wärmepumpe
  • Kosten für Brennstoffe wie Gas oder Öl

Da vor allem die Kosten für fossile Brennstoffe künftig weiter steigen, können Sie mit einer Gas-Hybrid-Wärmepumpe beispielsweise deutlich günstiger heizen, da Sie immer von der effizientesten Heizlösung profitieren Besonders lohnend ist es, wenn Sie zusätzlich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Dann kann ein Teil des benötigten Stroms für die Wärmepumpe direkt über Ihren Solarstrom gedeckt werden.

Remko Wärmepumpen-Außenmodul vor einem modernen Einfamilienhaus

Förderungen von Hybrid-Wärmepumpen

Die gute Nachricht: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie sich aktuell attraktive Zuschüsse sichern, wenn Sie eine Hybrid-Wärmepumpe installieren möchten:

Grundförderung

Zuschuss auf die förderfähigen Kosten beim Einbau einer Wärmepumpe

30 %

Klimageschwindigkeits-Bonus

wenn eine Gasheizung ersetzt wird. 16 % (ab 21. Juli 2026) / 12 % (ab 1. Februar 2027) / 8 % (ab 1. August 2027) / 4 % (ab 1. Februar 2028)

16 %

Einkommensabhängiger Bonus

für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 30.000 € pro Jahr: 40%

zwischen 30.000 - 40.000 € pro Jahr: 30%

zwischen 40.000 - 50.000 € pro Jahr: 10%

Familienzuschlag bei mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt. Einmalig minus 10.000 € auf das anzurechnende Jahreseinkommen

10 - 40 %

Gesamtförderungbis zu 80 % der Investitionskosten möglich

max. 28.000 €

Wie hoch ist die Förderung für meine Hybrid-Wärmepumpe?

Wie hoch die Förderung genau ausfällt, hängt unter anderem davon ab:

  • ob eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt wird
  • wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien im Heizsystem ist
  • ob es sich um einen Altbau, ein Bestandsgebäude oder eine Sanierung handelt

welche zusätzlichen Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden

Wichtig: Förderung rechtzeitig beantragen

Wichtig ist, dass Sie den Förderantrag stellen, bevor Ihre Hybrid-Wärmepumpe installiert wird. Um sich die vollen Zuschüsse zu sichern, nutzen Sie am besten unseren Förderservice: Gemeinsam schauen wir, welche Lösung die wirtschaftlich sinnvollste für Sie ist!

Jetzt Förderungen prüfen

Eine Hybrid-Wärmepumpe kaufen: Worauf ist zu achten?

Wenn Sie eine Hybrid-Wärmepumpe kaufen möchten, solltesn Sie sich zur Planung an erfahrene Profis wenden. Denn die Effizienz Ihres Hybridsystems hängt stark davon ab, wie gut alle Komponenten miteinander abgestimmt sind. Das sind die wichtigsten Punkte bei der Planung:

1. Wärmebedarf und Heizleistung richtig berechnen

Zuerst ermitteln unsere Fachpartner den Wärmebedarf Ihres Hauses. Daraus ergibt sich, welche Heizleistung die Wärmepumpe ergänzend zum bestehenden Heizsystem liefern muss. Eine zu kleine Anlage kann den Bedarf nicht ausreichend decken, eine zu große Anlage arbeitet oft ineffizient. Deshalb ist eine sorgfältige Planung durch einen Fachbetrieb besonders wichtig.

2. Passende Wärmepumpe auswählen

Für viele Hybridheizungen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen besonders gut geeignet. Sie lassen sich relativ einfach installieren und können flexibel mit bestehenden Heizsystemen kombiniert werden. Die REMKO WKF-Wärmepumpen sind genau für solche Anwendungen ausgelegt. Sie passen die Leistung dank moderner Inverter-Technologie automatisch an den tatsächlichen Wärmebedarf an. Das sorgt für eine besonders hohe Effizienz und niedrige Betriebskosten.

3. Zukunftsfähigkeit des Systems einplanen

Ein modernes Hybridsystem sollte möglichst flexibel bleiben. Deshalb lohnt es sich, auch zukünftige Erweiterungen mitzudenken, z. B.:

  • Integration einer Photovoltaikanlage
  • Nutzung von Solarstrom für die Wärmepumpe
  • Kombination mit weiteren erneuerbaren Energien

FAQ: Häufige Fragen zu Hybrid-Wärmepumpen

Sind noch Fragen offen geblieben? Hier finden Sie Antworten:

Hybrid-Wärmepumpe oder reine Wärmepumpe: Welche Heizlösung ist wann geeignet?

In vielen Fällen lohnt sich das Abwägen, welche Variante die bessere ist: Eine reine Wärmepumpe oder die Wärmepumpe parallel zum bestehenden Heizsystem nachzurüsten. Hier sehen Sie die wichtigsten Merkmale auf einen Blick:

 

Hybrid-Kompaktsystem
(Wärmepumpe und Gas/Öl/Pellet)

Reine Wärmepumpe
(groß/Hochtemperatur)

Anschaffung

Günstiger, da die Wärmepumpe kleiner sein kann (der Kessel hilft bei Frost).

Teurer, da das Gerät groß genug dimensioniert sein muss.

Betriebskosten

Stabil und optimiert durch den Mix aus Strom und Brennstoff.

Sehr niedrig, außer bei Extremfrost, wenn der Heizstab intensiv heizen muss im Altbau.

Umbauten

Funktioniert meist sofort mit den vorhandenen Heizkörpern.

Für optimale Effizienz sollte das Haus gedämmt sein und über Heizkörper mit niedrigen Vorlauftemperaturen verfügen.

Platzbedarf

Außengerät (kleiner) und Inneneinheit mit integriertem Kessel.

Ein großes Außengerät, innen meist nur ein Speicher.

Monovalente und bivalente Wärmepumpe: Welche ist als Hybrid-Wärmepumpe geeignet?

Sie möchten gerne eine Hybrid-Wärmepumpe installieren? Dann brauchen Sie eine Wärmepumpe, die auch bivalent betrieben werden kann. Wir erklären Ihnen den Unterschied:

  • Bivalenter Betrieb:
    Die Wärmepumpe arbeitet mit einem zweiten Wärmeerzeuger zusammen. Der sogenannte Bivalenzpunkt beschreibt die Außentemperatur, bei der der zweite Wärmeerzeuger unterstützt: Über dem Bivalenzpunkt arbeitet hauptsächlich die Wärmepumpe, unterhalb dieser Temperatur unterstützt z. B. die Gastherme. Sie ist bei Altbauten oder Sanierungen oft eine wirtschaftliche Lösung.
  • Monovalenter Betrieb:
    Die Wärmepumpe übernimmt die komplette Wärmeversorgung eines Gebäudes alleine. Dank der niedrigen Vorlauftemperaturen in modernen Gebäuden kommen hier oft Flächenheizungen wie eine Fußbodenheizung zum Einsatz. Sie eignet sich gut für Neubauten oder in sehr gut gedämmten Gebäuden.

Welche Nachteile hat eine Hybrid-Wärmepumpe?

Eine Hybridwärmepumpe bringt viele Vorteile, hat aber auch einige mögliche Nachteile.

Dazu gehören:

  • höhere Anschaffungskosten
  • etwas komplexere Installation
  • zwei unterschiedliche Technologien im System

Dafür erhalten Sie aber eine sehr flexible Heizlösung, die unterschiedliche Energieträger optimal nutzt. Falls Sie genauer wissen wollen, mit welchem Invest Sie rechnen müssen, schauen Sie doch mal bei unserem Förderservice vorbei!

Zum Förderservice

Wie viel Platz brauche ich für das Außengerät der Wärmepumpe?

Die Außeneinheit Ihrer bivalenten Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt in der Regel nur wenig Platz im Garten oder an der Hauswand, jeweils abhängig vom gewählten Produkt.

Wichtig bei der Wahl des Aufstellortes sind:

  • ausreichende Luftzirkulation
  • ein geeigneter Aufstellort
  • ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück

Ist die Außeneinheit leise genug, um keinen Ärger mit den Nachbarn zu bekommen?

Ja, denn moderne Wärmepumpen arbeiten heute deutlich leiser als ältere Anlagen. Unsere REMKO Hybrid-Wärmepumpen sind gezielt für den Einsatz in Wohngebieten entwickelt worden, sodass die Lautstärke  sehr gering ist.

Brauche ich neue Heizkörper für eine Hybrid-Wärmepumpe?

Nein, denn viele Hybrid-Wärmepumpen funktionieren auch mit vorhandenen Heizkörpern. Doch je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur in deinem Heizsystem ist, desto effizienter ist das System, weil die Wärmepumpe öfter und länger allein arbeiten kann, ohne dass der zweite Wärmeerzeuger (z. B. Gas, Öl oder Pellet) anspringen muss.

  • Mit Heizkörpern: Da normale Heizkörper eine vergleichsweise kleine Fläche besitzen, ist eine höhere Vorlauftemperatur nötig, um den Raum warm zu bekommen.
  • Mit Fußbodenheizung: Als Flächenheizung kann hier der gesamte Fußboden als Heizkörper herhalten und niedrigere Vorlauftemperaturen sind nötig.

Sie können also heute auf Hybrid setzen und Ihre Heizkörper behalten und falls Sie später einmal einzelne Räume auf Fußbodenheizung umrüsten, wird Ihr System noch effizienter.

Sind umfassende Änderungen am bestehenden Heizsystem nötig, wenn ich eine Hybrid-Wärmepumpe nutzen möchte?

Nein, am bestehenden System muss nichts verändert werden. Anpassungen werden bei der Inbetriebnahme über den Regler konfiguriert, dem die zweite Wärmequelle hinzugefügt wird und der die Anlage nach der Installation steuert.

Reicht die Wärmepumpe im Winter aus oder springt immer meine alte Heizung ein?

Die Wärmepumpe übernimmt normalerweise den größten Teil der Wärmeerzeugung. Lediglich bei sehr niedrigen Temperaturen oder besonders hohem Wärmebedarf unterstützt dein alter Wärmeerzeuger.

Erfüllen Hybrid-Lösungen die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG)?

Ja, viele Hybridheizungen erfüllen die Anforderungen des GModG. Damit ist auch der Weg zu attraktiven Zuschüssen frei.

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Was ist, wenn meine Gemeinde später einen Fernwärmeanschluss vorschreibt?

Die Fernwärmeplanung in Deutschland sieht vor, dass Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 eine Fernwärmeplanung vorlegen mussten. Kleinere Kommunen haben bis zum 30. Juni 2028 Zeit. Informieren Sie sich daher am besten direkt bei Ihrer Gemeinde über den aktuellen Stand der Planungen.

Tatsächlich bietet Ihnen eine Hybrid-Wärmepumpe viel Flexibilität:

  • Sollte Ihre Straße später an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden, kann die Wärmepumpe oft als effizientes Zweitsystem erhalten bleiben, um z. B. in der Übergangszeit günstig Wärme zu liefern, während die Fernwärme nur im tiefsten Winter übernimmt.
  • Eine andere Möglichkeit ist die Teil-Integration: Die hydraulischen Komponenten und Speicher im Haus sind meist mit einem Fernwärme-Übergabepunkt kompatibel.

Zudem haben Sie mit einer Wärmepumpe dann bereits ein wassergeführtes System (Hydraulik) im Haus, sodass der Anschluss an die Fernwärme technisch deutlich einfacher und günstiger ist als der Umstieg von reinen Strom-Direktheizungen. Mit einer Hybrid-Wärmepumpe heizen Sie also heute schon modern und CO₂-arm, bleiben aber flexibel genug, um auf spätere kommunale Wärmepläne zu reagieren.

Ich bin Vermieter: Kann ich den Strom- und Gasanteil beispielsweise getrennt abrechnen?

Ja, denn in der Heizkostenabrechnung können sowohl der Stromverbrauch der Wärmepumpe als auch der Verbrauch von Gas oder Öl separat berücksichtigt werden. Wichtig ist eine saubere Messung der einzelnen Energieverbräuche.

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Nils Quentmeier  
Produktmanager Neue Energien  

“Falls Sie noch weitere Fragen haben, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung. Gemeinsam schauen wir, welche Lösung für Sie die beste ist!”

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Produktmanager Neue Energien  

“Falls Sie noch weitere Fragen haben, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung. Gemeinsam schauen wir, welche Lösung für Sie die beste ist!”

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